Der stellvertretende iranische Außenminister Said Khatibzade lehnte die vorübergehende Waffenruhe ab und äußerte sich beim Antalya Diplomatie Forum zu Spannungen, Diplomatie sowie zur strategischen Bedeutung der Straße von Hormus.
Der stellvertretende Außenminister des Iran, Said Khatibzade, hat erklärt, dass Teheran die vorübergehende Waffenruhe zwischen den USA, Iran und Israel nicht akzeptiert.
Im Rahmen des Antalya Diplomatie Forum 2026 äußerte sich Khatibzade gegenüber Journalisten zur aktuellen Lage sowie zur strategischen Bedeutung der Straße von Hormus.
Khatibzade betonte: „Wir akzeptieren diese vorübergehende Waffenruhe nicht. Dieser Teufelskreis, in dem Diplomatie erschöpft und anschließend wieder zum Krieg zurückgekehrt wird, muss beendet werden.“ Er fügte hinzu, dass die laufenden Verhandlungen genau dieses Ziel verfolgen.
Mit Blick auf die Zeit vor dem Krieg erklärte Khatibzade, dass die Straße von Hormus seit Tausenden von Jahren offen sei und zu den Hoheitsgewässern Irans gehöre. „Die Straße von Hormus wurde im Laufe der Geschichte auf Entscheidung Irans offen gehalten“, sagte er.
Zugleich kritisierte er die USA und Israel scharf und warf ihnen vor, „grundlose Angriffe“ gestartet zu haben, die die Spannungen in der Region verschärft hätten. „Sie haben beschlossen, die gesamte Region und den Iran unter Druck zu setzen und damit auch die Weltwirtschaft zu gefährden“, so Khatibzade.
Abschließend erklärte er, dass der Krieg eine Entscheidung der USA und Israels gewesen sei. Sollte dieser dauerhaft beendet werden und die USA „faire und ausgewogene Bedingungen“ akzeptieren sowie ihre maximalistischen Positionen aufgeben, könne Iran garantieren, dass die Straße von Hormus auch künftig ein Korridor für Frieden und Stabilität bleibe.
