Vergewaltigungsfälle in Deutschland um 9 Prozent gestiegen

Die Zahl der in Deutschland registrierten Vergewaltigungsdelikte ist innerhalb eines Jahres um 9 Prozent gestiegen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kündigte an, die Strafen für diese Verbrechen deutlich zu verschärfen.

Laut einem Bericht der Zeitung Welt am Sonntag, der auf Daten der Bundesländer basiert, stieg die Zahl der Vergewaltigungsfälle von 12.771 im Jahr 2024 auf 13.920 im Jahr 2025. Im Jahr 2018 lag die Zahl noch bei 8.106.

Die Statistik beruht auf polizeilichen Ermittlungen, die bereits abgeschlossen wurden. Ob es in diesen Fällen zu Verurteilungen gekommen ist, geht aus den Daten jedoch nicht hervor.

Justizministerin Hubig erklärte: „Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist in Deutschland ein ernstes Problem.“ Vergewaltigung sei ein „schreckliches Verbrechen und die schwerste Form sexualisierter Gewalt“. Viele Opfer litten ein Leben lang unter den Folgen solcher Taten.

Höhere Strafen für „K.-o.-Tropfen“-Delikte geplant

Hubig betonte zudem, dass Straftaten, bei denen sogenannte „Date-Rape-Drogen“ – in Deutschland oft als „K.-o.-Tropfen“ bekannt – eingesetzt werden, künftig härter bestraft werden sollen. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde in Kürze im Kabinett vorgelegt.

Darüber hinaus habe sich die Bundesregierung darauf verständigt, auch die Strafen für Gruppenvergewaltigungen sowie für Vergewaltigungen mit anschließender Schwangerschaft zu erhöhen. „An dieser Aufgabe arbeiten wir ebenfalls“, so Hubig.

Rückgang bei schweren Straftaten insgesamt

Während die Zahl der Vergewaltigungsdelikte gestiegen ist, ging die Gesamtzahl schwerer Straftaten zurück. Dazu zählen unter anderem schwere Körperverletzung, Raub und Mord. Laut den vorliegenden Daten sank die Zahl dieser Delikte von 217.277 im Jahr 2024 auf 212.344 im Jahr 2025.

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